News zur session pro-News-Übersicht

Veranstaltungstechnik

Woodkid live in Heidelberg

Session Music Veranstaltungstechnik als technischer Dienstleister vor Ort

Woodkid, das ist Yoann Lemoine, ein französischer Musiker und Regisseur. Er führte unter anderem bei den Videoclips zu „Teenage Dream“ von Katy Perry und zu Lana Del Reys Welthit „Born To Die“ Regie.

Die meisten Woodkid-Konzerte waren lange bevor Lemoine das Material für seine erste Platte “The Golden Age” beisammen hatte ausverkauft. Der Hype verbreitete sich via YouTube und manifestierte sich nun auch live und leibhaftig. Somit erlebten die 1.400 Besucher in der Stadthalle Heidelberg ein Ereignis der besonderen Art, denn es war eines von nur drei bisher bestätigten Konzerten in Deutschland.

Die Rhein-Neckar-Zeitung schreibt über das Konzert: „Die Bläser wie ein Nebelhorn. Ein Choral aus den Boxen. Fanfaren kündigen das Großereignis an. Der König kommt. Oder der Messias. Yoann Lemoine tritt durch den Nebel. Ohrenbetäubender Jubel. Im Hintergrund auf der Leinwand die hohen Bögen einer gotischen Kathedrale. Was die nächste Stunde hier in der Heidelberger Stadthalle passiert, ist Pathos in Reinform. Man fühlt sich zu anfangs tatsächlich etwas vereinsamt vor einer solchen perfekten Inszenierung. Man kann nicht mittanzen, nur schwer mitsingen. Doch je weiter das Konzert voranschreitet, umso mehr bezieht Woodkid das Publikum mit ein.

Die Bühne in kaltweißes Licht getaucht. Immer wieder Blitze, die blenden. Dazu das militärische Getrommel zweier Schlagzeuger. Gregorianische Gesänge. Streicher. Radiohead trifft die Theatralik von “Get Well Soon”. Dazu eine durchgestylte, dreidimensionale Lichtshow, die Lemoine wie ein Hohepriester zu dirigieren scheint. Und immer wieder seine Videokunst im Hintergrund: überdimensionale Landschaftsbilder, auf denen im Prinzip nur noch die Orks aus “Herr der Ringe” fehlen. Hier stimmt jedes Detail. Woodkid, der singt wie Rufus Wainwright oder Antony Hegarty, überlässt nichts dem Zufall.“

Die Session Music Veranstaltungstechnik war als lokaler Technikdienstleister vor Ort. Die Zusammenarbeit im Dreieck zwischen den Veranstaltern des Karlstorbahnhofs, der französischen Crew des Künstlers und unseren Mitarbeitern in der Veranstaltungstechnik verlief dabei absolut reibungslos.

Wenn es um Beschallung geht, zählt die Stadthalle Heidelberg zu den anspruchsvollsten Locations. Eingesetzt wurden unter anderem L-Acoustics KARA Systeme für die Beschallung der Stehplätze im Parkett sowie L-Acoustics KIVA Systeme für den Sitzplatzbereich im Oberrang. Unterstützt wurden sie von L-Acoustics SB18 und SB28 Subwoofern für die unteren Oktaven sowie ARCS Wide als Nearfills.

Der Engineer von Woodkid benutzte am FOH-Platz eine Soundcraft Vi-6 Konsole und ergänzte diese um einige externe Geräte. Hier waren unter anderem ein Distressor von Empirical Labs und ein Radial Powerstrip zu finden. Am Monitorplatz und auf der Bühne kamen eine Soundcraft Vi-1 Konsole und Shure PSM 900 In-Ear Systeme zum Einsatz.

Das Konzept der Lichtshow war ungewöhnlich und dabei äußerst durchdacht. Es wurde völlig auf klassisches Frontlicht verzichtet, nur einige konventionelle PAR-Scheinwerfer wurden als Gassenlicht eingesetzt. Die restlichen Komponenten waren Clay Paky Moving Lights 700 HPE Spot und Sharpy sowie Martin MAC Aura und Atomic Strobes, gesteuert via grandMA 1 full-size.

Die beeindruckenden Videoprojektionen wurden mit einem Barco-Projektor realisiert. Der extrem leistungsstarke Projektor liefert 26.000 ANSI Lumen in Full-HD Qualität. Die Content-Zuspielungen wurden über mehrere MacBook Pro ausgeführt.

Durch die hervorragende Abstimmung von Licht, Video und Musik ergab sich ein beeindruckendes Gesamtbild, das die Zuschauer in den Bann riss.